27. Schülerstraßenlauf in der Kieler Woche

Der Mittwoch in der Kieler Woche steht traditionell im Zeichen des Sports und wurde auch in diesem Jahr nach einem tollen Sportfest mit dem 27. Schülerstraßenlauf abgeschlossen.

Das sonnige Wetter bot einen schönen Rahmen, überall herrschte eine gute Stimmung und man war sich einig, der Tag war einfach perfekt organisiert. Gesamtorganisator Lutz Kühlmorgen zeigte sich äußert zufrieden mit dem Sporttag: „Es hat alles prima geklappt und alle waren guter Laune.“

Gegen Abend dann wurde die Ohlshausenstraße für kurze Zeit gesperrt und über 2000 Läuferinnen und Läufer aus ganz Schleswig-Holstein konnten es gar nicht mehr abwarten, bis der Startschuss endlich ertönte. Dann gab es kein Halten mehr und die Laufbegeisterten rannten los, Studenten und Mitarbeiter des Sportinstituts der Uni Kiel sorgten als Streckenposten dafür, dass sich keiner verlief.

Inzwischen wurde im Stadion die Ankunft vorbereitet, Hans-Jürgen Krannig versorgte die Wartenden mit Zwischenständen und das Zeitnehmerteam vom Kreisleichtathletikverband Kiel und Fortuna Wellsee freute sich über ein paar letzte entspannte Minuten, bevor die Massen ins Ziel strömten.

Dann nach 33:31 Minuten kam Karsten Meier als Gesamtsieger ins Ziel. Der 19-Jährige Leichtathlet, der am Wochenende zuvor Landesmeister über 5000m wurde, lief ein einsames Rennen, denn ab dem dritten Kilometer lief er alleine. „Das war ein zügiger Dauerlauf, aber ein sehr zügiger“, schmunzelte Meier und obwohl ihm unterwegs der Schuh aufging, lief er eine schnelle Zeit.

Auch die Siegerin bei den Schülerinnen ist eine bekannte Sportlerin in der Lauf-Szene. Anna Prieske (19) aus Bad Oldesloe ist schon unzählige Male mitgelaufen und nachdem sie in diesem Jahr Landesmeisterin im 10km Straßenlauf geworden ist, siegte sie nun auch beim Schülerstraßenlauf. „Es hat so viel Spaß gemacht, wir machen jedes Jahr wieder mit“, pflichteten ihr auch ihre Freundinnen Lena Baade und Bente Harder bei.

Marc Radeleff geht in die 7b der Jungmann Schule Eckernförde und war zum zweiten Mal mit dabei. „Es ist schön, dass die Strecke durch den Wald führt und es geht dauernd bergauf und ab, das macht es interessant. Aber es war auch ganz schön anstrengend bei dieser Hitze“, lacht er uns lässt sich erschöpft ins Gras fallen.

Schülerinnen und Schüler der Freiherr vom Stein Schule warteten mit glänzenden Medaillen im Ziel auf die Ankömmlinge, andere bereiteten energiereiche Getränke vor. Ein Helferteam von der Schule am Ravensberg sorgte zusammen mit Helmut Priebe für die Auswertung.

„Es ist wirklich klasse organisiert, es macht richtig Spaß hier“, freut sich Lehrer Matthias Wöbke von der Böckler Schule in Neumünster, der zum ersten Mal dabei war. „Es war gut, dass wir viel durch Schatten laufen konnten, denn in der Sonne war es ganz schön schwer für einige.“

Am Schluss wurden noch die Sieger geehrt, weitere Helferinnen der Freiherr vom Stein Schule überreichten zusammen mit Dr. Martin Skaruppe von der Förde Sparkasse Kiel die Pokale und aufgrund des reibungslose Ablaufes kamen alle rechtzeitig zum Fußballspiel nach Hause. Ergebnisse gibt es auf www.kielerwochesportfest.de lif

 

21. Sportfest der Kieler Schulen während der Kieler Woche

Auf dem Stundenplan der meisten Kieler Schülerinnen und Schüler stand am Mittwoch nur Sport, denn es war wieder so weit. Das traditionelle Sportfest der Kieler Schulen während der Kieler Woche fand nun schon zum 21. Mal statt. Die Sonne lachte den sportbegeisterten Schülern entgegen, die in eine der vielen Sporthallen pilgerten, um Basektball, Floorball, Handball, Völkerball oder Volleyball zu spielen. Einige konnten sich mehr für Leichtathletik oder Streetball begeistern, die meisten tummelten sich jedoch am Sportforum der Uni Kiel oder beim riesigen Fußballturnier auf dem Nordmarksportfeld.

Der von Studenten organisierte Teamtriathlon wurde besonders gut angenommen.
„Nach dem Schwimmen lagen wir noch auf Platz drei, aber wir haben uns nach vorne gekämpft“, freut sich Jan Petersen von der Käthe-Kollwitz-Schule der mit Moritz Schneider und Daniela Pöllheim bei den 5. Klassen siegte. Auch Frau Junghans vom Ernst-Barlach-Gymnasium ist begeistert: „ Das ist total gut organisiert und die Kinder kommen so gerne hier her. Es ist auch so schön, dass zwar jeder eine Einzelleistung erbringt, am Schluss jedoch die Mannschaft zählt.“

Beim Turngarten wimmelte es nur so von den vielen Grundschülern, die ganz nach Belieben am Reck turnen konnten, an den Ringen schwangen, Trampolin sprangen oder wild schaukelten. Sportstudenten gaben dabei die Hilfestellung und Roman (21) und Klaas (20) hätten am liebsten selbst mitgemacht.

Gesamtorganisator Lutz Kühlmorgen hatte sich durch eine Neustrukturierung des Spielfestes eine spürbare Verbesserung erhofft und das ist auch eingetreten. Die Zweitklässlerinnen Melisa, Hadice, Schabnam und Kamille von der Schule am Göteborgring hatten im letzten Jahr schon Spaß, aber dieses Jahr gefiel es ihnen noch viel besser. „Besonders die Riesenrutsche ist toll“, freuen sie sich und stellen sich gleich noch einmal an. Die mochte auch Janina, „weil sie so schön hoch ist.“ Und weil sie vor der Höhe keine Angst hat, war sie auch schon ganz oft an der Kletterwand.

Zwischen den ganzen Schülern waren jede Menge Tiger, Meerjungfrauen und Prinzessinnen zu sehen, denn viele zog es zur Schminkstation. Die beliebtesten Motive waren Schmetterlinge und Fußballflaggen und diese zierten auch das Gesicht von Lea und Jana von der Theodor-Möller-Schule, die das Schminken richtig klasse fanden.

Beim Beachvolleyball der 10. Klassen ärgerte sich der ein oder andere schon mal über einen verlorenes Spiel aber Mareike und Faye von der 10c des Hans-Geiger-Gymnasiums hatten ihren Spaß: „Wir haben viel gelacht bei dem Spiel und es ist natürlich am Ende der Spaß, der zählt.“

Auf dem Normarksportfeld ging es beim Fußballturnier weltmeisterlich her. In Fan-Trikots und mit Tröten bewaffnet spielten die Schüler wie Profis und wurden dabei kräftig von ihren Klassenkameraden unterstützt. Die Mädchen von der Schule am Sonderburger Platz bliesen kräftig in ihre Vuvuzelas, um ihre Jungs anzufeuern, die gegen die Friedrich Junge Schule spielten. „Wir sind schon ausgeschieden. Letztes Jahr waren wir Erster, dieses Jahr auch, aber leider von hinten“, scherzen sie, aber viel Spaß hatten sie trotzdem.

Das 800-köpfige Helferteam bestehend aus Studenten, Schülern, Lehrkräften und Freiwilligen war sehr engagiert und sorgte für einen reibungslosen Ablauf, sodass die Sportler einen ganz besonderen Schulvormittag genießen durften. lif

 

26. Schülerstraßenlauf

Die Sonne lachte den über 2800 laufbegeisterten Schülerinnen und Schülern aus ganz Schleswig-Holstein entgegen, als sie aus allen Richtungen am Mittwochabend zum Sportplatz der Universität Kiel strömten. Der 26.Schülerstraßenlauf bildete auch in diesem Jahr den Abschluss des Sporttages der Kieler Schulen.  

Zufrieden blickte Organisator Lutz Kühlmorgen auf das Gewimmel und freute sich über den großen Zuspruch, die Treue der Sponsoren und das Engagement der zahlreichen Helfer.  Als  besondere Anerkennung der Kieler Veranstaltung empfindet Kühlmorgen die wiederholte Auswahl zum ‚Olympic Day Run’, mit dem die Olympischen Gesellschaften weltweit an die Gründung der Olympischen Spiele erinnern.

Während sich die Schülermassen auf der kurzzeitig gesperrten Ohlshausenstraße auf die 10km lange Strecke begaben, wurde im Stadion bereits deren Ankunft vorbereitet. Schülerinnen und Schüler der Freiherr vom Stein Schule mischten Energiedrinks, das Zeitnehmerteam von Fortuna Wellssee und dem Kreisleichtathletik Verband Kiel postierte sich in die Zielkanäle und die Schüler der Beruflichen Schulen am Ravensberg bereiteten die Auswertung vor. Mit zahlreichen Streckenposten leistete auch das Sportinstitut der Kieler Universität einen wichtigen Beitrag, mehr als 150 Helferinnen und Helfer ermöglichten eine gut organisierte und nahezu reibungslos verlaufende Veranstaltung.

Als erster wurde Dirk Henningsen von der Ludwig-Erhard-Schule Kiel im Ziel begrüßt, der mit 33:12 Minuten die Siegerzeit des letzten Jahres noch unterbot. Dennoch war der für den THW startende Langstreckler nicht der Sieger, da er als Lehrer außer Konkurrenz antrat. Als Gesamtsieger der männlichen Starter wurde der 19-Jährige Jakob Olsen vom Sophie-Scholl-Gymnasium Itzehoe nach 35:00 Minuten im Ziel gefeiert.

Für eine handfeste Überraschung sorgte die schnellste weibliche Teilnehmerin. Die erst 14-jährige Carolin Kirtzel von der Johannes-Brahms-Schule Pinneberg bestritt ihren ersten Wettkampf überhaupt und siegte mit der tollen Zeit von 40:09 Minuten. Die Schülerin nimmt seit einem halben Jahr an der Lauf-AG von Oleg Ranzow teil und entschied sich erst nach Überredung durch ihre Freundin für den Start. „Es hat wirklich Spaß gemacht und auch die Wärme war nicht so schlimm“, so Carolin, die einen klaren Start-Ziel-Sieg landete.

Doch nicht die Spitzenläufer machen dieses Lauffest aus, sondern die vielen Gelegenheitsläufer, von denen sich etliche zum ersten Mal auf der 10 km Strecke versuchten. Björn und Malte, leidenschaftliche Fußballspieler von der Kieler Max-Planck-Schule entschieden sich gegen die Teilnahme am Fußballturnier des Schulsporttages und für den Schülerstraßenlauf. „Das hat sich gelohnt“, waren sich beide einig. Klassenkamerad Gerrit reichte der Lauf nicht, er stand zusätzlich vormittags noch beim Handballturnier auf dem Feld.

„Es ist doch immer schön, Schüler lachend ins Ziel kommen zu sehen“, freute sich Stadionsprecher Hans-Jürgen Krannig und meinte vielleicht Madita und Lukas von der Grundschule Heikendorf. „Weil es so viel Spaß gemacht hat“, sind die erst 10-Jährigen diesmal schon zum zweiten Mal dabei.

Nachdem die Probleme mit den Siegerlisten beseitigt waren, konnten die Schnellsten geehrt werden. Dr. Martin Skaruppe von der Fördesparkasse Kiel übernahm die Ehrung und überreichte zahlreiche Pokale an die Sieger.  (lif)

20. Sportfest der Kieler Schulen im Rahmen der Kieler Woche

Am Mittwoch der Kieler Woche war es mal wieder so weit. Tausende Schulkinder setzten den Ranzen ab und pilgerten mit dem Turnbeutel zu einer Sportstätte. In nahezu allen Hallen der Stadt, auf dem Gelände der Uni und auf dem Nordmarksportfeld trafen sich Schulklassen, um am Sporttag der Kieler Schulen teilzunehmen.

Das Angebot reichte von Basketball und Beachvolleyball über Floorball und Fußball, Handball, Leichtathletik, Schwimmen, Streetball, Völkerball und Volleyball. Tausende Schülerinnen und Schüler der Kieler Schulen nutzten die Möglichkeiten und hatten sichtbar Spaß an Bewegung, Sport und Spielen und machten das Sportfest zum größten Schulsportereignis des Landes.

Zahlreiche freiwillige Helfer bestehend aus Sportlehrerinnen und Sportlehrer der Kieler Schulen, Studentinnen und Studenten des Institutes für Sportwissenschaften und weiteren Organisatoren sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Zum dritten Mal war der Team Triathlon dabei. Bei diesem von Sportstudenten im Rahmen einer Lehrveranstaltung organisierten Event bilden Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen dreiköpfige Teams, die nach einander schwimmen, Rad fahren und laufen.

„Ich hätte auf den letzten beiden Bahnen Gas geben müssen, nicht auf den ersten“, stellt Kilian aus der Klasse 5b des Ernst-Balach-Gymnasiums erschöpft fest, als er nach seiner Schwimmeinlage atemlos am Beckenrand saß.  Auch beim Radfahren gab es Herausforderungen zu bewältigen: „Mir ist die Kette rausgesprungen, wäre das nicht passiert, hätten wir gewonnen. Aber es hat Spaß gemacht“, bemerkt Mitschüler Daniel.  Eike von der Max-Planck-Schule musste die Laufstrecke bewältigen: „Das war ziemlich anstrengend, ich bin die ganze Strecke wie einen Endspurt gelaufen.“

Aber auch das 20-köpfige Helferteam hatte alle Hände voll zu tun. Mit Hilfe von vielen Sponsoren unterstützen sie gleichzeitig die Organisation „Viva con agua“ und brachten den Kindern im Rahmenprogramm mit vielen Spielchen nahe, dass sauberes Trinkwasser für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit ist.

Für die Verpflegung wurde ebenfalls gesorgt: „Wir haben heute morgen noch 400 Brötchen geschmiert und jeder Seminarteilnehmer musste einen Kuchen backen“, erklären Jana Jaeger und Silja Schröder.

Grundschüler nutzten die Möglichkeit den Turngarten im Sportforum der Uni oder eine der vielen Hüpfburgen auf der großen Wiese zu besuchen. Die 7-Jährigen Mareike, Anna-Lena und Lea von der Hermann-Löns-Schule waren zum ersten Mal dabei und hatten großen Spaß. Um dem Riesenandrang Herr zu werden, wurden die Kinder nur schubweise in die Halle gelassen: 120 durften jeweils in die Turnhalle, 30 Helferinnen und Helfer standen mit Rat und Tat zu Seite.  „Oje, draußen steht noch eine riesige Schlange.“ stellte Sportstudent Sven Sörensen erschrocken fest, „schön dass das Angebot so angenommen wird.“

Während die Grundschüler sich prächtig amüsierten, zog „Uwes Elite“ beim Beachvolleyball traurig vom Platz: das Vorrunden- Aus kam einfach zu früh für das ambitionierte Team, sie hätten gerne weitergespielt. Auf der anderen Straßenseite herrscht König Fußball: 300 Mannschaften der Klassenstufe 1 bis 13 ermittelten ihre Sieger beim Fußballturnier, dem Wettbewerb mit dem größten Zulauf:  Frau Otte von der Grundschule Suchsdorf war mit ihrer 3c zum ersten Mal dabei: „Sonst war ich immer im Turngarten in der Uni, aber meine Jungs sind so fußballbegeistert und die Mädchen feuern so gerne an.“, freute sich die Lehrerin und man sieht den Kindern den Spaß an, auch wenn sie nicht jedes Spiel gewannen. lif

18. Sportfest der Schulen in der Kieler Woche

Traditionell ist der Mittwoch in der Kieler Woche der Tag des Schulsports. Tausende von Schulkindern bevölkerten auch dieses Mal die Sportplätze und Sporthallen in Kiel und nahmen in der einen oder anderen Form am Kieler-Woche-Sportfest der Schulen teil. 650 Mannschaften beteiligten sich an einem der vielen Turniere, die meisten beim Fußball. 150 Schüler der 5. und 6. Klasse kamen zum Staffeltriathlon, der erstmals auf dem Programm stand. Im Rahmen einer Seminararbeit hatten Studentinnen und Studenten des Instituts für Sportwissenschaften der Uni Kiel die Veranstaltung organisiert, bei der sich die Kinder in Dreier-Teams die Disziplinen Laufen, Schwimmen, Radfahren teilten. So auch Juris, Pauline und Natalie vom Ernst-Barlach Gymnasium. „Ich habe beim Schwimmen Wasser geschluckt“, berichtet Juris „aber Pauline und Natalie haben es wieder gut gemacht. Nächstes Mal schwimmt Natalie und ich laufe, dann klappt es besser“, blickt er voraus, denn „das machen wir noch mal“. Die Strecke führte kreuz und quer durch das Gelände des Sportforums der Uni Kiel, wo sich mittlerweile auch hunderte von Grundschulkindern beim Spielfest tummelten. Hüpfmatratzen und vielfältige Spielgeräte waren die Attraktion. „Um halb eins treffen wir uns alle hier wieder“, rief die Lehrerin noch, bevor sich ihre Erstklässler auf dem Gelände verteilten. Hoffentlich hatten auch alle eine Uhr dabei. Auf den benachbarten Beachvolleyballfeldern trafen 28 Teams der 11. und 12. Jahrgänge aufeinander. Katharina vom 12. Jahrgang des Hans-Geiger-Gymnasiums hatte einen Riesenspaß, da sie sich die ganze Zeit draußen aufhalten konnte und sie freute sich, gut mithalten zu können, obwohl sie nicht in einem Verein spielt. Aber nicht nur das Sportforum, sondern zahlreiche weitere Sportstätten standen im Zeichen des von Lutz Kühlmorgen zum 18. Mal organisierten Sportfestes. Über 650 Mannschaften hatten sich dieses Mal angemeldet. Auf dem Ratsredder in Wellingdorf fanden die Leichtathletikwettkämpfe statt. Sorina, Michelle und Natalie (9 Jahre) bildeten die Reserve des Leichtathletikteams der Hermann-Löns-Schule, aber sie waren dennoch mit Freude dabei und feuerten ihre Klassenkameraden kräftig beim Weitsprung an. Matthias (15) und Joschi (14) vom Gymnasium Elmschenhagen nahmen zum ersten Mal beim Kielerwochesportfest teil und hatten beim Basketball in der Stralsundhalle eine Menge Spaß, genauso wie Marlene (13) vom Ernst-Barlach-Gymnasium, obwohl sie oft lange auf ihre Spiele warten mussten. Sascha (14) von der Kieler Gelehrten Schule schätzte die Chancen seiner Handball-Mannschaft zwar nicht hoch ein, erhoffte sich aber ein schönes Turnier. Sportlehrer Herr Weis sah das ganz locker und freute sich über den Bewegungsdrang seiner Schüler: „die Idee teilzunehmen ging von den Schülern aus“. Am Ende dieses besonderen Schulssporttages gab es viele zufriedene Gesichter und schon ein bisschen die Vorfreude auf das nächste Jahr. (jfl)  

24. Schülerstraßenlauf

Als die freiwilligen Helfer von den berufsbildenden Schulen am Ravensberg ihre Laptops zuklappten, hatten sie 2900 Anmeldungen für den Kieler Schülerstraßenlauf erfasst. Zum größten Schleswig-Holsteinischen Schülerlauf hatten sich Läuferinnen und Läufer aus dem ganzen Land angemeldet. Bereits zum vierten Mal wurde der Lauf als einer der der fünf deutschen ‚Olympic Day Runs’ der Deutschen Olympischen Gesellschaft ausgetragen.

Das schwülwarme Wetter verlangte den Athleten einiges ab, doch Gesamtsieger Patrick Raabe vom Gymnasium Bargetheide hatte keine Probleme mit der Witterung. Nach 33:36 Min hatte der Triathlet die 10 km absolviert. Bei den weiblichen Teilnehmern wiederholte Sabrina Küsel von der Carl-Maria-von-Weber-Schule in Eutin ihren Vorjahreserfolg. Auch sie kommt vom Triathlon und benötigte 43:37 Minuten.

Mehr als eine Stunde nach Patrick Raabe wurden die letzten Läufer im Stadion begrüßt. Für sie stand - wie für die meisten Teilnehmer - der ‚Olympic Day Run’  unter dem Motto „Dabei sein ist alles“. (jfl)

Kieler Nachrichten vom 23.6.2006

Wer kann da noch Sportmuffel sein?

Die meisten Schulkinder, die man am Mittwochmorgen auf den Kieler Straßen sieht, tragen Turnbeutel und keine Schulranzen. Sie sind auf dem Weg zu einer der größten Schulsportveranstaltungen im Lande, dem Kieler Woche Sportfest der Schulen. In nahezu allen Hallen der Stadt treffen sich Schulklassen um sich in den unterschiedlichsten Disziplinen miteinander zu messen. Bianca Timm von der Friedrich Junge Realschule ist zum ersten Mal beim Floorball dabei, sonst war sie immer nur beim Fußball - zum Zuschauen. Floorball gefällt ihr besser, "das kann ich besser" ist ihre einfache Begründung. 30 Teams mit ca. 250 Schülerinnen und Schüler kann Manfred Diekmann verzeichnen, der das Floorballturnier zum vierten Mal im Rahmen des Kieler Woche Sportfests im Schulzentrum Elmschenhagen organisierte. "Es bietet sich an, dieses Turnier durchzuführen, da wir ja hier die tolle Floorballanlage haben." Hinter der Halle machen sich die Teams für das Streeballturnier warm, welches Klaus Michael Poetzke und Jan Winkler im Rahmen des Projekts "Sport Gegen Gewalt" veranstalten und in einer weiteren Halle des Schulzentrums wird auf drei Feldern Volleyball gespielt. Ugur Özel aus der 9b der Timm Kröger Schule ist zuversichtlich: "Ich bin mal optimistisch, wir gewinnen unsere drei Spiele und kommen ins Finale" sagt er. Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: "Na ja, dabei sein ist alles!". "Wir haben insgesamt 120 Volleyball-Mannschaften" in fünf Hallen, erzählt Ute Ziffer-Klaunig von der Freiherr-vom Stein Schule. "Langsam kommen wir an die Grenzen, denn es wird schwierig genügend Helfer zu finden". Mit den Helfern hat auch Bernd Hausmann ein Problem, weil die Unterstützung der Schulen für das Leichtathletikfest zu wünschen übrig lässt. Aber als Chef des Kieler Leichtathletikverbandes kann Hausmann Kampfrichter organisieren und ca. 220 Schülerinnen und Schüler können am Ratsredder um die Wette springen, werfen und laufen. Derweil sitzt Dennis von der Gustav Friedrich Meier Schule untröstlich auf einer Bank in der Brest-Halle. Das Team seiner 7b hat gerade ein Handballspiel verloren. "Ich musste ins Tor und habe nicht einen Ball gehalten", berichtet er. "Das war nicht allein deine Schuld", spendet Sibel Yedihardes, das einzige Mädchen im Team Trost. "Das nächste Spiel gewinnt ihr", ist auch die Lehrerin Frau Kehrer zuversichtlich. Auf dem Gelände des Sportforums der Universität tummeln sich die Grundschüler beim Spielfest. Es gibt Hüpfburgen, Kletterwände, Torwände und vieles mehr "Eine tolle Sache", findet Lehramtsstudentin Nadja Strehlau, die Kinder an der Hüpfburg beaufsichtigt. "aber auch ganz schön wuselig. Eine gute Vorbereitung für den Lehrerjob!" lacht sie. Im Inneren des Sportforums haben die Studenten des Sportinstituts einen Turngarten aufgebaut, wo die Kinder unter Aufsicht von Sportstudenten an Seilen klettern, Trampolin springen und auf dem Schwebebalken balancieren können. Christina, Jacqueline, Marie, und Yiyuan von der Gotheschule klettern über den Parcours und finden den Turngarten toll. Sportstudent Jan (23) freut sich: "Viele Kinder, viel Aktion, viel Spaß, das gefällt uns Studenten". Im Hallenbad des Sportforums tummeln sich derweil Schülerinnen und Schüler bei einer lustigen Schwimm-Hindernis-Staffel. Die größten Massen zieht es zum Nordmarksportfest. "Kann sich die Klasse 10c des Ernst Barlach Gymnasiums mal bitte am Klohäuschen treffen?", kommt eine verzweifelte Stimme aus dem Lautsprecher, "wir wissen nicht, wo unsere Mannschaft ist". Bei 334 Mannschaften auf 35 Spielfeldern kann man schon mal den Überblick verlieren. Am Ende werden es wohl wieder 15000 Schülerinnen und Schüler gewesen sein, die dieses Kieler Woche Sportfest zu einem ganz besonderen Schulsportereignis gemacht haben. Während des Schülerstraßenlaufs - über den wir separat berichten - blickt Cheforganisator Lutz Kühlmorgen zufrieden auf den Tag zurück: "es war ein tolles Sportfest mit einer prima Stimmung. Besonders schön war es, zu sehen, wie sich die Begeisterung von der Fußball-WM auch auf das Nordmarksportfeld übertrug, wo mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler Fußball spielten. Ich danke allen Sponsoren und Helfern und hoffe das sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sind." (jfl)

 

Kieler Nachrichten vom 23.6.2006

Kieler Schüler auf den Spuren Olympischer Geschichte

Der Olympic Day Run ist eine weltweite Laufveranstaltung, mit der das Internationale Olympische Komitee (IOC) an seine Gründung durch Pierre de Coubertin im Jahre 1894 erinnern möchte. Bereits zum vierten Mal wählte das Nationale Olympische Komitee (NOK) und die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) den im Rahmen der Kieler Woche durchgeführten Schülerstraßenlauf der Schleswig-Holsteinischen Schulen als Deutschen Beitrag für dieses weltweite Ereignis aus. Eine gute Wahl, denn steigende Teilnehmerzahlen und die Einbettung in ein internationales Sportereignis am zweimaligen Olympiaort Kiel bilden einen passenden Rahmen für den Olympic Day Run. 2400 Meldungen lagen am Veranstaltungstag vor, doch die Organisatoren um Lutz Kühlmorgen hatten keine Mühe, diese Teilnehmerzahl zu bewältigen. Den ganzen Nachmittag rollten Busse aus allen Teilen Schleswig-Holsteins vor dem Unistadion vor Bald füllte sich das Stadion mit Schülerinnen und Schülern und Lehrer in ihren weißen Olympic-Day-Run T-Shirts. Kurze Zeit später ergoss sich der Strom der Läuferinnen und Läufer in voller Breite über die Ohlshausenstraße und begab sich auf die 10 km-Schleife im Projensdorfer Gehölz. And der Spitze die Favoriten Dennis Mehlfedt (Lübeck) und Jörn Ulizka (Preetz). Im Stadion bereitete man sich inzwischen die Ankunft der Läufer vor. Schülerinnen und Schüle der Freiherr vom Stein Schule mischten Energiedrinks, das Zeitnehmerteam von Fortuna Wellsee und der Kreisleichtathletikverbands Kiel postierte sich in die Zielkanälen. Als erster lief nach 33:01 Min der Lübecker Dennis Mehlfeldt ins Stadion. Mehlfeld war im vergangen Jahr A-Jugend-Landesmeister auf der 1500m-Strecke und konzentriert sich jetzt mehr auf längere Strecken. "Letzte Jahr bin ich Dritter geworden, dieses Mal habe ich erstmals gewonnen" freute sich der frischgebackene Abiturient. " Die ersten 4 km bin ich mit Jörn Uliczka und Klaas Franzen in einer Dreiergruppe gelaufen, dann konnte ich mich absetzen." Jörn Uliczka wurde Zweiter, Klaas Franzen. Dritter. Als erste Frau sahen die Zuschauer und Offiziellen nach 42:55 Min die Eutiner Triathletin Sabrina Küsel ins Stadion laufen. In der Ergebnisliste tauchte jedoch Hanna Tetens als erste auf. Dieser Widerspruch konnte nicht bis Veranstaltungsende geklärt werden. Der dritte Platz ging an Julia Mehnert von der Kieler Gelehrtenschule. (jfl)